Publiziert: Die Risiken der Verarbeitung personenbezogener Daten

Meine im Mai 2014 abgeschlossene Dissertation mit dem Titel „Die Risiken der Verarbeitung personenbezogener Daten – Eine Untersuchung zu den Grundlagen des Datenschutzrechts“ ist Ende Jahr 2014 im Verlag Duncker&Humblot Berlin erschienen und liegt seit Juli 2015 in gedruckter Form vor.

Die mit dem Wissenschaftspreis der Gesellschaft für Datenschutz und Datensicherheit e.V. ausgezeichnete Doktorarbeit befasst sich mit einem Thema, das seit Bekanntwerden der umfassenden Kommunikationsüberwachung durch den amerikanischen Geheimdienst, dem Reformprozess der europäischen Datenschutzgesetze und den aktuellen Entscheidungen des Gerichtshofs der Europäischen Union zum „Recht auf Vergessen“ sowie zur Vorratsdatenspeicherung, von besonderer Aktualität ist.

Bunter GraphDie Arbeit identifiziert erstmals in systematischer Weise einschlägige Risiken der Verarbeitung personenbezogener Daten aus Datenschutzregelungen auf verschiedenen Ebenen des Rechts (internationales Recht, Regelungen internationaler Organisationen, Recht der Europäischen Union, nationales Verfassungsrecht) sowie aus dem maßgeblichen juristischen Schrifttum. Die analysierten Konzeptionen werden auf die von ihnen aufgegriffenen Risiken untersucht und miteinander verglichen.

Das Ergebnis der Untersuchung ist ein Katalog typischer Risiken der Verarbeitung personenbezogener Daten. Dieser Katalog stellt das „Substrat“ der untersuchten Konzeptionen dar. Er kann die Auslegung von unbestimmten Rechtsbegriffen im Datenschutzrecht durch die Gesetzesanwender anleiten und im Rahmen künftiger Reformen zur Vereinfachung datenschutzrechtlicher Vorschriften beitragen. Die identifizierten Risiken sind zudem Voraussetzung und Ausgangspunkt für weitere Untersuchungen in außerrechtlichen Fachbereichen wie beispielsweise der Sozialpsychologie („Indikatorfunktion“).

Die Arbeit können Sie zum Preis von 35,00 € im Buchhandel erwerben.

Lyotard, Jean François: Das Postmoderne Wissen, 1982

Das Buch ist ein Klassiker der Diskussion um die Postmoderne. Nach Lyotard hat die gegenwärtige informatisierte Gesellschaft ein Problem der Legitimation: Die beiden „großen Erzählungen“ haben mit den technischen und gesellschaftlichen Entwicklungen seit dem Ende des zweiten Weltkriegs ihre Glaubwürdigkeit verloren. „Große Erzählungen“ – dafür stehen heute Systemtheorie und Kritische Theorie. Lyotard verwirft sie beide.
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Stipendiaten im Gefängnis – ein praktisches Seminar zum Thema Freiheit und Gerechtigkeit, Dezember 2008

Das Verhältnis von Freiheit und Sicherheit ist spätestens seit den Terrordebatten der letzten Jahre ein Dauerbrenner des politischen Diskurses. Ebenso wichtig ist das Verhältnis von Freiheit und Gerechtigkeit, dem ein Stipendiatenseminar gewidmet war. Welchen Zweck haben Strafen? Was versteht man unter „sozialer Gerechtigkeit“, „Bildungsgerechtigkeit“, „Chancengleichheit“? Welche liberalen Positionen gibt es hierzu? – Diesen und weiteren Fragen widmete sich ein Seminar des Arbeitskreises Demokratie der Stipendiaten.
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